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Wehrbeauftragter schickt EASy-Trucks los

Drei Spielmobile unterstützen Familienbetreuer

Schwielowsee (uz). „Kinderbetreuung ist ganz EASy“ lautet der Slogan des Spielmobils der EAS, der evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung aus Berlin. Mit der Unterstützung einer Pädagogin aus dem eigenen Kindergarten „Pinocchio“ in Lütjenburg, hat die EAS vor drei Jahren den EASy-Truck auf die Räder gestellt. Pädagogisch durchgeplant verfügt das Spielmobil über Spielzeug, Mal- und Bastelutensilien, aber auch über Bobby-Cars, Torwand, Kletterwand und natürlich eine Hüpfburg. Außerdem enthält das Spielmobil ein so genanntes MoKiMO (Mobiles Kinderzimmer Michael Opolony). Es bietet eine optimale Spielfläche für die Jüngsten. Seinen Einsatz fand das Spielmobil bei unterschiedlichsten Veranstaltungen, insbesondere dort, wo es darum geht Familien von Soldaten zu betreuen, die sich in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr befinden. Gerade bei den Veranstaltungen der Familienbetreuung geht es auch darum, dass die Elternteile ein paar ruhige Minuten zur Verfügung haben, um sich mit den Einsatzthemen zu beschäftigen. Der EASy-Truck bringt hier Hilfe.
Im vergangenen Jahr wurden vom Spielmobil rund 14.000 Kilometer bei Einsätzen im gesamten Bundesgebiet zurückgelegt. Für die Verantwortlichen ein deutliches Signal für den Bedarf zu handeln, wie auch der Vorsitzende der EAS, Vizeadmiral a.D. Bernd Heise, betonte. Die Handlung fand ihren Höhepunkt bei einer kleinen Feierstunde im Offizierheim der Kaserne in Schwielowsee bei Potsdam. In der Kaserne ist nicht nur das Einsatzführungskommando beheimatet, sondern auch das Leitfamilienbetreuungszentrum. Hauptpersonen der Veranstaltung waren aber selbstverständlich die Kinder, auch wenn die nicht nur aus Soldatenfamilien, sondern aus Kindergärten in der Umgebung stammten.
Eine tolle Sache sei das Spielmobil, betonte dann auch der Schirmherr für die EASy-Trucks, der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestags, Reinhold Robbe. „Wenn wir die Kinder hören, brauchen wir nichts weiter sagen“, stellte er in seiner Ansprache mit Blick und Gehör auf die Kinder, die MoKiMO und Hüpfburg „besetzt“ hielten, fest. In seinem Bericht hat der Wehrbeauftragte auf einen größeren Bedarf in der Betreuung der Angehörigen während der Auslandsaufenthalte der Soldaten hingewiesen. Ein Appell, so betonte er ausdrücklich, der nicht an die Truppe gerichtet sei. Gerade von amerikanischen Streitkräften könne die Bundeswehr noch einiges lernen, wusste der Schirmherr zu berichten. Die EASy-Trucks fanden das große Lob von Reinhold Robbe. Auf seinen Wunsch „vielleicht gibt es demnächst noch ein paar Trucks mehr“, konterte Bernd Heise, das Bundesministerium der Verteidigung dürfe ruhig auch Geld in die Hand nehmen. Was der Wehrbeauftragte mit einem spontanen „stimmt!“ bestätigte.
Die drei EASY-Trucks werden künftig der Familienbetreuungsorganisation zur Verfügung stehen. Dafür wurden die Ausstattungen den Heeresdivisionen zugeordnet. „Stationierungsorte“ werden Sigmaringen und Frankenberg in Sachsen sein. Das Spielmobil für den Norden wird künftig im zentraleren Munster statt in Lütjenburg zu finden sein. Als offiziellen Startschuss für die Spielmobile übergab der Wehrbeauftragte Schlüssel, natürlich von Kinderhand gefertigt, an die Kommandeure der Divisionen oder deren Vertreter: Generalmajor Reinhard Kammerer (13. Panzergrenadierdivision, Leipzig), Brigadegeneral Heinz Georg Wagner (1. Panzerdivision, Hannover) und Brigadegeneral Manfred Hofmeyer (10. Panzerdivision, Sigmaringen).
Im Namen seiner Kameraden dankte General Kammerer für die neuen Möglichkeiten in der Familienbetreuung. Es sei, so sagte der Divisionskommandeur weiter, ja nicht alltäglich, dass eine Division neues Material übernehmen könne. Weiter sagte Kammerer, dass er sich sicher sei, dass die Trucks eine gute Auslastung finden werden.



[Text und Bilder: Uwe Zeitter, Uwe² OHG]
Die Veröffentlichung dieses Beitrages ist im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die EASy-Trucks oder die EAS honorarfrei gestattet.